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OPCO AKTO: Ende der Zahlungsabtretung für nicht-berufliche Ausbildungen ab Oktober 2026

Ab dem 1. Oktober 2026 wird OPCO AKTO die Zahlungsabtretung für nicht-berufliche Ausbildungen abschaffen. Unternehmen müssen dann Ausbildungseinrichtungen direkt auf TTC-Basis (inkl. MwSt.) bezahlen und anschließend eine Erstattung von AKTO auf HT-Basis (exkl. MwSt.) beantragen, was die Liquidität belastet.

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Ab dem 1. Oktober 2026 wird OPCO AKTO die Zahlungsabtretung für nicht-berufliche Ausbildungen abschaffen. Unternehmen müssen dann Ausbildungseinrichtungen direkt auf TTC-Basis (inkl. MwSt.) bezahlen und anschließend eine Erstattung von AKTO auf HT-Basis (exkl. MwSt.) beantragen, was die Liquidität belastet.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ab 1. Oktober 2026 müssen Unternehmen Ausbildungseinrichtungen direkt auf TTC-Basis bezahlen und die MwSt. vorerst selbst tragen.
  • Ausnahmen gelten für Azubis (ohne Betreuungsfunktion) und Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern, die den PDC-50-Plan nutzen.
  • Alle vor dem 1. Oktober 2026 formalisierten AKTO-Verpflichtungen bleiben bis zum Abschluss nach der alten Regelung geschützt.
  • E-Rechnungen an AKTO müssen ab September 2026 die Routing-Code 853000982_FORMATION und die Engagement-Dossier-Nummer enthalten.
  • AKTO bietet im September 2026 Webinare zur Aufklärung über die MwSt.-Reform an.

Kontext

Frankreichs umfassende E-Rechnungsverpflichtung (Piste d'Audit Fiable) tritt am 1. September 2026 in Kraft, was alle Unternehmen verpflichtet, elektronische Rechnungen zu empfangen und große sowie mittelgroße Umsatzsteuerpflichtige Unternehmen verpflichtet, diese auch auszustellen. Parallel dazu erfolgt jedoch ein weitgehend unbeachteter Sektorwechsel im französischen System der Ausbildung.

Unter dem bisherigen Regime zahlte AKTO die Ausbildungseinrichtungen direkt im Auftrag von Arbeitgebern. Ab dem 1. Oktober 2026 müssen Unternehmen die Ausbildungseinrichtungen direkt auf TTC-Basis (inkl. MwSt.) bezahlen und anschließend eine Erstattung von AKTO auf HT-Basis (exkl. MwSt.) beantragen. Diese strukturelle Umkehrung verlagert die Umsatzsteuer-Liquiditätsbelastung auf den Arbeitgeber während des Erstattungszyklus.

Was sich ändert: Ablauf und Compliance

Ab dem 1. Oktober 2026 müssen Unternehmen die Ausbildungseinrichtungen direkt auf TTC-Basis (inkl. MwSt.) bezahlen und anschließend eine Erstattung von AKTO auf HT-Basis (exkl. MwSt.) beantragen.

Dieser Wechsel betrifft jedoch nicht alle Ausbildungssituationen:

  • Ausnahme 1: Ausbildungsverträge (mit Ausnahme der Betreuungsfunktion)
  • Ausnahme 2: Ausbildungen, die ausschließlich über den PDC-50-Plan finanziert werden, der für Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern gilt.

Zusätzlich bleiben alle AKTO-Verpflichtungen, die vor dem 1. Oktober 2026 formalisiert wurden, bis zum Abschluss weiterhin nach der alten Umsatzsteuerregelung geschützt.

Auswirkungen auf Hotel- und Restaurantgewerbe

Die Branchen mit dem höchsten Anteil an Weiterbildungsaktivitäten sind Gaststätten und Restaurants. Diese müssen sich auf die neuen Regelungen einstellen.

  • Liquiditätsmanagement: Die direkte Zahlung der MwSt. an die Ausbildungseinrichtungen erfordert eine Anpassung des Cashflows, da Unternehmen zunächst die vollen Kosten tragen müssen.
  • E-Rechnungsverpflichtungen: Ab dem 1. September 2026 müssen alle Unternehmen elektronische Rechnungen empfangen und große sowie mittelgroße Umsatzsteuerpflichtige diese auch ausstellen.
  • Webinare: AKTO bietet im September 2026 drei Informationswebinare an, um die Auswirkungen der MwSt.-Reform auf Arbeitgeber, insbesondere aus dem Gastgewerbe und Restaurantbereich, zu erklären.

Ausblick: Was zu beachten ist

Die Umsetzung der neuen Regelungen erfordert eine sorgfältige Planung und Anpassung der internen Prozesse. Unternehmen sollten folgende Aspekte beachten:

  • Zeitrahmen: Die engen Fristen zwischen September (E-Rechnungsverpflichtung) und Oktober (MwSt.-Reform) erfordern eine schnelle Umsetzung.
  • Schulungen: Die Teilnahme an den AKTO-Webinaren wird empfohlen, um die neuen Verfahren und Anforderungen zu verstehen.
  • Überwachung: Unternehmen sollten die offiziellen Kanäle von AKTO und der DGFiP im Auge behalten, um über mögliche Änderungen oder Updates informiert zu bleiben.

Häufig gestellte Fragen

Welche Unternehmen sind von der Änderung betroffen?
Die Änderung betrifft alle Unternehmen, die nicht-berufliche Ausbildungen über AKTO finanzieren. Ausnahmen gelten für Azubis (ohne Betreuungsfunktion) und Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern, die den PDC-50-Plan nutzen.
Was sind die Auswirkungen auf den Cashflow?
Unternehmen müssen Ausbildungseinrichtungen direkt auf TTC-Basis (inkl. MwSt.) bezahlen und zunächst die volle Summe tragen, bis sie eine Erstattung von AKTO auf HT-Basis (exkl. MwSt.) erhalten.
Welche zusätzlichen E-Rechnungsanforderungen gelten für AKTO?
Ab September 2026 müssen E-Rechnungen an AKTO die Routing-Code 853000982_FORMATION und die Engagement-Dossier-Nummer enthalten.
Gibt es Unterstützung bei der Umsetzung?
AKTO bietet im September 2026 drei Informationswebinare an, um die Auswirkungen der MwSt.-Reform auf Arbeitgeber zu erklären.
Wie lange gelten die neuen Regelungen?
Die neuen Regelungen gelten für alle ab dem 1. Oktober 2026 formalisierten Verpflichtungen. Bereits bestehende Verträge bleiben bis zum Abschluss nach der alten Regelung geschützt.
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