E-Invoicing für Forfait-Steuerpflichtige in Italien: Pflichten und Richtlinien
Seit dem 1. Januar 2024 sind alle Forfait-Steuerpflichtigen in Italien verpflichtet, elektronische Rechnungen auszustellen – unabhängig von ihrem Jahresumsatz. Diese Verpflichtung ersetzt die vorherige Befreiungsregelung für Unternehmen mit einem Umsatz von bis zu 25.000 Euro pro Jahr.
Das Wichtigste in Kürze
- Alle Forfait-Steuerpflichtigen müssen seit Januar 2024 elektronische Rechnungen ausstellen, unabhängig vom Umsatz.
- Elektronische Rechnungen müssen über das SdI in XML-Format übertragen werden; PDF-Rechnungen per E-Mail sind nicht konform.
- Forfait-Rechnungen müssen die Pflichtcodes RF19 und N2.2 enthalten.
- Elektronische Rechnungen und SdI-Bestätigungen müssen 10 Jahre digital aufbewahrt werden.
- Strafen für nicht konforme Rechnungen sind im D.Lgs. 471/1997 geregelt, mit variierenden Beträgen je nach Falltyp.
Seit dem 1. Januar 2024 sind alle Forfait-Steuerpflichtigen in Italien verpflichtet, elektronische Rechnungen auszustellen – unabhängig von ihrem Jahresumsatz. Diese Verpflichtung ersetzt die vorherige Befreiungsregelung für Unternehmen mit einem Umsatz von bis zu 25.000 Euro pro Jahr.
Kontext
Das italienische E-Invoicing-Regime für Forfait-Steuerpflichtige (Regime forfettario) wurde schrittweise eingeführt. Zwischen dem 1. Juli 2022 und dem 31. Dezember 2023 galt die Pflicht nur für Unternehmen, deren Umsatz die 25.000-Euro-Grenze überschritt. Seit Januar 2024 sind alle Forfait-Steuerpflichtigen verpflichtet, elektronische Rechnungen auszustellen, unabhängig vom Umsatz. Diese Verpflichtung gilt auch für Privatkunden (B2C), nicht nur für Geschäftspartner (B2B).
Technische Anforderungen
Alle elektronischen Rechnungen müssen über das SdI (Sistema di Interscambio) der Agenzia delle Entrate in XML-Format übertragen werden. PDF-Rechnungen, die per E-Mail gesendet werden, erfüllen nicht die gesetzlichen Anforderungen und gelten als nicht konform. Forfait-Rechnungen müssen zwei Pflichtcodes enthalten: RF19 (den Steuertarif-Identifier für das Forfait-Regime) und N2.2 (der IVA-Naturcode, der eine nicht steuerpflichtige Operation unter andere Fälle anzeigt). Diese Codes müssen korrekt auf jeder ausgestellten Rechnung erscheinen.
Empfängerseitige Handhabung und Korrekturen
Die Handhabung der Rechnungen auf Empfängerseite unterscheidet sich je nachdem, ob der Empfänger ein Unternehmen (mit einem codice destinatario oder einer PEC-Adresse für die SdI-Weiterleitung) oder ein Privatkunde ist. Im letzteren Fall wird die Rechnung an das SdI gesendet und dann über das Portal der Agenzia delle Entrate bereitgestellt, wobei dem Kunden optional eine Höflichkeitskopie zur Verfügung gestellt werden kann.
Fehler in Rechnungen müssen durch eine nota di variazione (Korrekturmitteilung) oder eine fattura rettificativa (Korrekturrechnung) behoben werden. Das ursprünglich übermittelte XML-Dokument kann nach der Annahme durch das SdI nicht mehr geändert werden.
Aufbewahrungspflicht und Strafen
Elektronische Rechnungen und alle SdI-Übergabebestätigungen müssen 10 Jahre lang digital aufbewahrt werden. Diese Verpflichtung kann an einen konformen Drittanbieter-Aufbewahrungsdienst ausgelagert werden.
Strafen für fehlende, verspätete oder unregelmäßige Rechnungen werden durch das D.Lgs. 471/1997 geregelt. Die spezifischen Strafbeträge variieren je nach Falltyp und offizieller Auslegung, wobei es Unterschiede in den offiziellen Interpretationen gibt. Verfasser sollten Strafbeträge ohne qualifizierte rechtliche Quellen nicht als feste Zahlen angeben.
Key takeaways
- Alle Forfait-Steuerpflichtigen müssen seit Januar 2024 elektronische Rechnungen ausstellen, unabhängig vom Umsatz.
- Elektronische Rechnungen müssen über das SdI in XML-Format übertragen werden; PDF-Rechnungen per E-Mail sind nicht konform.
- Forfait-Rechnungen müssen die Pflichtcodes RF19 und N2.2 enthalten.
- Elektronische Rechnungen und SdI-Bestätigungen müssen 10 Jahre digital aufbewahrt werden.
- Strafen für nicht konforme Rechnungen sind im D.Lgs. 471/1997 geregelt, mit variierenden Beträgen je nach Falltyp.
FAQ
Welche Codes müssen auf Forfait-Rechnungen enthalten sein?
Forfait-Rechnungen müssen die Pflichtcodes RF19 (für das Forfait-Regime) und N2.2 (für nicht steuerpflichtige Operationen) enthalten.
Wie werden Fehler in elektronischen Rechnungen korrigiert?
Fehler müssen durch eine nota di variazione (Korrekturmitteilung) oder eine fattura rettificativa (Korrekturrechnung) behoben werden. Das ursprünglich übermittelte XML-Dokument kann nicht mehr geändert werden.
Wie lange müssen elektronische Rechnungen aufbewahrt werden?
Elektronische Rechnungen und SdI-Übergabebestätigungen müssen 10 Jahre lang digital aufbewahrt werden.
Was passiert, wenn PDF-Rechnungen per E-Mail gesendet werden?
PDF-Rechnungen, die per E-Mail gesendet werden, erfüllen nicht die gesetzlichen Anforderungen und gelten als nicht konform.
Wie werden Strafen für nicht konforme Rechnungen berechnet?
Strafen für nicht konforme Rechnungen werden durch das D.Lgs. 471/1997 geregelt, mit variierenden Beträgen je nach Falltyp und offizieller Auslegung.
Häufig gestellte Fragen
- Welche Codes müssen auf Forfait-Rechnungen enthalten sein?
- Forfait-Rechnungen müssen die Pflichtcodes RF19 (für das Forfait-Regime) und N2.2 (für nicht steuerpflichtige Operationen) enthalten.
- Wie werden Fehler in elektronischen Rechnungen korrigiert?
- Fehler müssen durch eine nota di variazione (Korrekturmitteilung) oder eine fattura rettificativa (Korrekturrechnung) behoben werden. Das ursprünglich übermittelte XML-Dokument kann nicht mehr geändert werden.
- Wie lange müssen elektronische Rechnungen aufbewahrt werden?
- Elektronische Rechnungen und SdI-Übergabebestätigungen müssen 10 Jahre lang digital aufbewahrt werden.
- Was passiert, wenn PDF-Rechnungen per E-Mail gesendet werden?
- PDF-Rechnungen, die per E-Mail gesendet werden, erfüllen nicht die gesetzlichen Anforderungen und gelten als nicht konform.
- Wie werden Strafen für nicht konforme Rechnungen berechnet?
- Strafen für nicht konforme Rechnungen werden durch das D.Lgs. 471/1997 geregelt, mit variierenden Beträgen je nach Falltyp und offizieller Auslegung.