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BIR veröffentlicht RMC 110-2026: Strenge Akkreditierungsvorschriften für elektronische Rechnungsstellungsanbieter in den Philippinen

Mit dem Revenue Memorandum Circular (RMC) Nr. 110-2026 hat die philippinische Steuerbehörde Bureau of Internal Revenue (BIR) am 12. Oktober 2026 ein verpflichtendes Akkreditierungsverfahren für Anbieter elektronischer Rechnungssysteme (Electronic Invoice Service Providers, kurz ESPs) eingeführt. Dieses ist direkt an die Frist für die verpflichtende Nutzung von E-Rechnungen am 31. Dezember 2026 geknüpft.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Die philippinische BIR hat mit RMC 110-2026 am 12. Oktober 2026 einen siebenstufigen Akkreditierungsprozess für ESPs eingeführt.
  • Die Akkreditierung umfasst technische Architekturprüfungen, Datenschutz- und Cybersecurity-Bewertungen sowie Last- und Belastungstests.
  • ESPs müssen international anerkannte Sicherheitsstandards wie ISO/IEC 27001, SOC 1 und SOC 2 einhalten.
  • Die BIR kann Akkreditierungen bei Nichteinhaltung der Vorschriften, Dienstleistungsausfällen oder Sicherheitsverletzungen aussetzen oder widerrufen.
  • Die Akkreditierungspflicht ist direkt an die Frist für die verpflichtende Nutzung von E-Rechnungen am 31. Dezember 2026 geknüpft.

Kontext: Warum die Akkreditierung jetzt wichtig ist

Die RMC 110-2026 steht im Kontext der umfassenden Digitalisierung des philippinischen Steuersystems und der Einführung verpflichtender E-Rechnungsverfahren. Die Akkreditierungspflicht für ESPs zielt darauf ab, die Sicherheit, Zuverlässigkeit und Konformität der elektronischen Rechnungssysteme zu gewährleisten. Dieser Schritt ist Teil eines langfristigen Plans der BIR, die Steuerkonformität durch digitale Mittel zu verbessern und Steuerhinterziehung zu verhindern.

Die siebenstufige Akkreditierungsroute: Ein detaillierter Blick

Die RMC 110-2026 legt einen siebenstufigen Akkreditierungsprozess fest, den ESPs abschließen müssen, bevor sie ihre Dienste kommerziell anbieten dürfen. Diese Stufen umfassen:

  1. Prüfung der Vollständigkeit der Unterlagen: Überprüfung aller erforderlichen Dokumentationen.
  2. Eignungsbeurteilung des ESPs: Bewertung der finanziellen und operativen Eignung des Anbieters.
  3. Technische Architekturprüfung: Überprüfung der technischen Infrastruktur des ESPs.
  4. Datenschutz- und Cybersecurity-Bewertung: Die anspruchsvollste Stufe, die die Einhaltung internationaler Sicherheitsstandards wie ISO/IEC 27001, ISO/IEC 27017, ISO/IEC 27018 sowie SOC 1 und SOC 2 erfordert. Zusätzlich müssen ESPs die Bestimmungen von Executive Order 119, s. 2026, zur Regulierung der Datenklassifizierung und des Data Residency einhalten.
  5. Systemdemonstration: Praktische Vorführung des E-Rechnungssystems.
  6. Interoperabilitätstests: Sicherstellung, dass das System mit anderen Systemen kompatibel ist.
  7. Last- und Belastungstests: Überprüfung der Ausfallsicherheit, Skalierbarkeit und Backup-Wiederherstellungsfähigkeiten.

Auswirkungen auf elektronische Rechnungsanbieter

Die neuen Vorschriften haben erhebliche Auswirkungen auf ESPs, die in den Philippinen tätig sein möchten. Sie müssen nicht nur nachweisen, dass sie über angemessene technische und organisatorische Maßnahmen verfügen, sondern auch, dass sie in der Lage sind, die strengen Anforderungen an Datenschutz und Cybersecurity zu erfüllen. Die Last- und Belastungstests zeigen, dass die BIR nicht nur dokumentarische Konformität, sondern auch tatsächliche operative Resilienz verlangt.

Darüber hinaus enthält die RMC 110-2026 Verbraucherschutzbestimmungen, die Anbieterlock-in-Praktiken verbieten und Datenportabilität sowie Migrationsunterstützung bei einem Wechsel des Anbieters vorschreiben. Diese Bestimmungen sollen sicherstellen, dass Steuerpflichtige leicht zwischen ESPs wechseln können, ohne ihre Daten zu verlieren.

Ausblick: Was kommt noch?

Die Einführung der Akkreditierungspflicht für ESPs ist ein wichtiger Schritt zur Sicherstellung der Integrität und Zuverlässigkeit des E-Rechnungssystems in den Philippinen. Die BIR wird weiterhin streng überwachen und hat das Recht, Akkreditierungen bei Nichteinhaltung der Vorschriften, Dienstleistungsausfällen oder Sicherheitsverletzungen auszusetzen oder zu widerrufen.

Für ESPs, die in den Philippinen tätig sein möchten, ist es entscheidend, sich frühzeitig auf diesen Prozess vorzubereiten und sicherzustellen, dass sie alle technischen und regulatorischen Anforderungen erfüllen.

Häufig gestellte Fragen

Wer ist von der Akkreditierungspflicht betroffen?
Alle Electronic Invoice Service Provider (ESPs), die in den Philippinen elektronische Rechnungssysteme anbieten möchten, müssen sich akkreditieren lassen.
Welche Sicherheitsstandards müssen ESPs einhalten?
ESPs müssen die international anerkannten Sicherheitsstandards ISO/IEC 27001, ISO/IEC 27017, ISO/IEC 27018 sowie SOC 1 und SOC 2 erfüllen.
Was passiert, wenn ein ESP die Akkreditierungsanforderungen nicht erfüllt?
Die BIR kann die Akkreditierung aussetzen oder widerrufen, wenn ein ESP gegen die Vorschriften verstößt, Dienstleistungsausfälle aufweist oder Sicherheitsverletzungen vorliegen.
Warum führt die BIR ein Akkreditierungsverfahren für ESPs ein?
Die Akkreditierungspflicht dient dazu, die Sicherheit, Zuverlässigkeit und Konformität der elektronischen Rechnungssysteme zu gewährleisten und die Steuerkonformität durch digitale Mittel zu verbessern.
Was sind die Verbotsinhalte der Verbraucherschutzbestimmungen in RMC 110-2026?
Die Bestimmungen verbieten Anbieterlock-in-Praktiken und fordern Datenportabilität sowie Migrationsunterstützung, wenn Steuerpflichtige zwischen ESPs wechseln.
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