Belastingdienst: 90 % der Zahlungen auf neuen Kontonummern – aber noch Lücken
Vier Monate nach der Umstellung der Bankkonten des niederländischen Steueramts Belastingdienst auf Rabobank werden 90 % der Zahlungen bereits auf die neuen Kontonummern geleitet. Dennoch nutzen etwa 10 % der Zahler – darunter Bürger, Unternehmen und Organisationen – weiterhin die alten Kontonummern.
Das Wichtigste in Kürze
- Seit dem 1. Mai 2026 wurden die Bankkonten des Belastingdienst auf Rabobank migriert, wobei 90 % der Zahlungen bereits auf die neuen Kontonummern umgeleitet wurden.
- Eine gezielte Informationskampagne startete am 7. September 2026, um die verbleibenden 10 % der Zahler zu erreichen.
- Besonders betroffen sind Zahler mit manuellen Daueraufträgen, die ihre Zahlungsdetails aktualisieren müssen.
- Die Belastingdienst warnt vor Phishing-Versuchen, die sich auf die Kontenumstellung stürzen könnten.
Kontext
Am 1. Mai 2026 migrierte der Belastingdienst seine Bankkonten zu Rabobank, eine Maßnahme, die nunmehr vier Monate in Kraft ist. Laut einer aktuellen Bestandsaufnahme aus dem September 2026 zeigt sich, dass lediglich 90 % der eingehenden Zahlungen auf die neuen Kontonummern umgeleitet wurden. Dies bedeutet, dass etwa 10 % der Zahler – darunter Privatpersonen, Unternehmen und Organisationen – weiterhin die alten Kontonummern verwenden. Die Belastingdienst hat als Reaktion darauf am 7. September 2026 eine gezielte Informationskampagne gestartet, um die verbleibende Lücke in der Compliance zu schließen. Die Kampagne umfasst Radio, Online-Werbung und die traditionellen blauen Umschläge per Post.
Was sich ändert: Die Kampagne und ihre Ziele
Die aktuelle Kampagne zielt darauf ab, die verbleibenden 10 % der Zahler zu erreichen, um sicherzustellen, dass alle Zahlungen auf die neuen Kontonummern umgeleitet werden. Dies ist ein wichtiger Schritt, da die alten Kontonummern in Kürze vollständig abgeschaltet werden. Die Kampagne nutzt verschiedene Kanäle, um die Botschaft zu verbreiten, einschließlich Radio, Online-Werbung und die traditionellen blauen Umschläge per Post. Diese Methode soll sicherstellen, dass auch diejenigen erreicht werden, die möglicherweise nicht regelmäßig Online-Nachrichten verfolgen.
Spezieller Fokus auf manuelle Überweisungen
Ein wichtiger Aspekt der Umstellung betrifft diejenigen Zahler, die manuelle Daueraufträge bei ihren Banken eingerichtet haben. Diese Gruppe umfasst möglicherweise ältere Bürger oder kleinere Unternehmen mit weniger automatisierten Finanzverwaltungen. Für diese Zahler ist es besonders wichtig, ihre Daueraufträge zu aktualisieren, da sie andernfalls weiterhin Zahlungen an die alten Kontonummern senden könnten. Zahler, die iDEAL oder Wero über die offiziellen Belastingdienst-Portale nutzen oder automatisch per Lastschrift zahlen, müssen keine Maßnahmen ergreifen, da diese Zahlungswege bereits auf die neuen Kontonummern umgestellt wurden.
Implications for
For Bürger
Für Bürger bedeutet die Umstellung, dass sie ihre Daueraufträge oder manuellen Überweisungen überprüfen müssen. Dies kann besonders für ältere Bürger eine Herausforderung sein, die möglicherweise weniger vertraut mit Online-Banking sind. Die Belastingdienst hat daher verschiedene Kanäle genutzt, um sicherzustellen, dass alle Bürger die neuen Kontonummern kennen und ihre Zahlungen entsprechend anpassen.
For Unternehmen
Für Unternehmen ist es entscheidend, sicherzustellen, dass alle automatisierten Zahlungen an die Belastingdienst auf die neuen Kontonummern umgestellt werden. Dies umfasst sowohl Daueraufträge als auch andere automatisierte Zahlungsmethoden. Unternehmen sollten ihre Finanzabteilungen informieren und sicherstellen, dass alle relevanten Informationen aktualisiert werden. Die Belastingdienst hat verschiedene Kanäle genutzt, um Unternehmen über die Umstellung zu informieren und sicherzustellen, dass sie die neuen Kontonummern verwenden.
Outlook / What to watch
Sicherheitswarnung und Phishing-Risiko
Die Belastingdienst hat auch eine Sicherheitswarnung herausgegeben, in der vor Betrugsversuchen gewarnt wird, die sich auf die Kontenumstellung stürzen könnten. Kriminelle könnten gefälschte Nachrichten senden, um Zahlungen umzuleiten oder persönliche Daten zu sammeln. Dies ist ein wiederkehrendes Muster bei staatlichen Zahlungsmigrationen und unterstreicht die doppelten Herausforderungen, denen Behörden gegenüberstehen: sowohl das legitime Engagement zu fördern als auch die Zahler vor sozialen engineering-Angriffen zu schützen, die offizielle Mitteilungen nachahmen. Die Belastingdienst hat jedoch keine öffentlichen Angaben darüber gemacht, wie viele Phishing-Vorfälle tatsächlich beobachtet wurden.
Häufig gestellte Fragen
- Wer ist von der Umstellung betroffen?
- Die Umstellung betrifft alle Bürger, Unternehmen und Organisationen, die Zahlungen an den Belastingdienst leisten. Besonders betroffen sind Zahler mit manuellen Daueraufträgen, da diese ihre Zahlungsdetails aktualisieren müssen.
- Was passiert mit den alten Kontonummern?
- Die alten Kontonummern werden in Kürze vollständig abgeschaltet. Daher ist es wichtig, dass alle Zahler ihre Zahlungen auf die neuen Kontonummern umstellen.
- Wie kann ich mich vor Phishing-Versuchen schützen?
- Die Belastingdienst hat eine Sicherheitswarnung herausgegeben, in der vor Betrugsversuchen gewarnt wird. Zahler sollten keine verdächtigen Nachrichten öffnen und sicherstellen, dass sie Zahlungen nur an die offiziellen Kontonummern des Belastingdienst leisten.
- Brauche ich als iDEAL- oder Wero-Nutzer etwas zu unternehmen?
- Nein, Zahler, die iDEAL oder Wero über die offiziellen Belastingdienst-Portale nutzen oder automatisch per Lastschrift zahlen, müssen keine Maßnahmen ergreifen. Ihre Zahlungswege sind bereits auf die neuen Kontonummern umgestellt.
- Was tun, wenn ich unsicher bin, ob meine Zahlungen korrekt sind?
- Falls Sie unsicher sind, können Sie sich direkt an die Belastingdienst wenden oder deren offizielle Website besuchen, um sicherzustellen, dass Sie die richtigen Kontonummern verwenden.